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Aus der InDesign-Template-Trickkiste: «Verschwindibus»-Zeichenformat

Aus der InDesign-Template-Trickkiste: «Verschwindibus»-Zeichenformat
Aus der InDesign-Template-Trickkiste: «Verschwindibus»-Zeichenformat

Wie mich ContentFirst zu kreativen Lösungen treibt.

Gerade sitze ich beim Heise-Verlag und erstelle die Templates für die iX. Ich kannte dieses Heft gar nicht, aber die c’t, die ich im nächsten Jahr umsetzen darf, liegt bei uns jeden zweiten Freitag im Wohnzimmer, mein Mann liest sie fast bis auf die letzte Zeile und kuratiert das für mich Interessante. Aber darum soll es gar nicht gehen.

Ich möchte ganz kurz eine klitzekleine Mini-Challenge beschreiben.

Das soll das Ergebnis aussehen

Also, das Logo der iX soll im Text erscheinen. Da hier künftig mit dem xPublisher gearbeitet werden soll und ContentFirst die Prio 1 ist, kann kein Bild verankert werden. Denn, das ist das Coole, Korrekturen im Text werden aus InDesign auch wieder in das System zurückgeschrieben. Also fällt Bild aus.

Dann muss eine Schrift her. Gesagt, getan: Eine Heise-Spezialanfertigung mit den entsprechenden Logos. Das ist der klassische Weg. Also eine Glyphe vornedran.

Aaaber: auch das ist doof, denn die Texte werden ja zurückgespielt und digital ausgegeben, auch barrierefrei. Was soll denn bitte vorgelesen werden? Logo-Bindestrich-Veranstaltung? Hm, auch nicht so toll.

Also Lösung drei: Das Logo (Glyphe) als Aufzählungszeichen. Wunderbar. Nur was soll der Redakteur ins System tippen?
Er müsste nur das «-Veranstaltung» eintippen. Nagut, könnte man den Redakteuren schon zeigen.

Content First geht aber anders. Denn: In der internen und externen Suche wird wohl kaum jemand nach «-Veranstaltung» suchen. In den Suchen sollte das komplette Wort erscheinen. Etwa so: «ix-Veranstaltung»

Also kommt der Text genau so aus dem System und muss auch beim Zurückschreiben so bleiben. Das ist die Challenge.

Lösung? Na so:

Absatzformat mit Aufzählung gelöst wie in Lösung drei skizziert.

Der Text kommt aber komplett rein, hier der Beweis:

Und nun kommt der grosse Auftritt des «Verschwindibus»-Zeichenformates!

Zeichenformat anlegen (gern kann da auch ein andere Name vergeben werden, aber so ein wenig Spass muss ich ja auch haben.) Definition: Zeichenfarbe ohne, Zeichenbreite 1% (Alle Typografen weggeschaut, bitte!)

Und dann: verschachteltes Format über die ersten beiden Zeichen (also das iX, welches ja platziert wird aber unsichtbar sein soll) mit dem «Verschwindibus»-Zeichenformat.

Wenn nun der gesamte Text in das System zurück gespielt werden soll, kommen die beiden Zeichen iX natürlich mit, denn ins System wird ja nur der Inhalt, nicht das Aussehen transportiert. Übrigens, wir schreiben in diesem Fall die Aufzählung nicht mit zurück, somit ist das Problem auch gelöst.

So, das war die Freude des Tages für mich. Kleine Dinge, kleine Logos, kleine Zeichenformate. Und schon bin ich glücklich.

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Liebe Grüsse, Heike

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Foto Zauberer Nagy-Bagoly Arpad von adobe-Stock, Screenshots Heike Burch

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Diskussion

5 Antworten

  1. Und warum nicht einen Font erstellen mit dem i und dem x getrennt?
    Der könnte auch das c , den Apostroph und das t von der ct beinhalten. Die Zurichtung der Buchstaben müsste natürlich dem Logo entsprechen. Dann würde ein einfach Schriftwechsel genügen.

  2. Guten Morge Heike,
    bei mir heißt ein solches Zeichenformat nicht “Verschwindibus” sondern “delete” und ist mit 0,1 pt ausgezeichnet 😉
    Ansteuern tue ich es in den Templates für unser PIM-System nicht über verschachtelte Formate, sondern über GREP, doch unterm Strich handhabe ich es identisch wie Du. Nur nicht um ein Logo einzubinden, sondern innerhalb von Absatzformaten gewisse Wörter oder Zeichenketten für den Print-Output zu “löschen” und für die weiteren Kanäle weiterhin sichtbar zu lassen.
    Lustig, dass Du auch so arbeitest 😉
    Einen guten Start in die Woche.
    Viele Grüße, Johannes

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