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Der CI HUB Connector bringt deine Assets ins WordPress

CI HUB Connector für WordPress

Haeme hat den CI HUB Connector für WordPress schon kurz unter die Lupe genommen. Da ich mich schon längere Zeit stark damit auseinandersetze, dachte ich mir, dass es Zeit für einen ausführlichen Bericht zum Plugin wird.

Seit wir die Welt des reinen Prints verlassen haben, digitale Medien zentraler und tote Bäume nur noch ein Teil des Medienmix wurden, spriessen Asset-Management-Systeme und Cloud-Services wie Bäume aus dem Boden. Assetverwaltung ist meistens abhängig von einer oder mehreren Plattformen, die aber selten bis niemals miteinander kommunizieren.

Der CI HUB Connector unterstützt eine breite Palette an Diensten und Cloud-Services.

Als Dienstleister steht man oft zwischen den Bänken, da man nebst seiner Kernkompetenz auch als Asset-Manager fungieren muss. Wo befinden sich die aktuellen Assets? Wie bringe ich sie zusammen und woher soll ich wissen, ob es das Einzige ist und ob es dem aktuellsten Stand entspricht?

Hier wäre ein Content Integration Hub von Vorteil. Eine Software, die nicht noch eine weitere Plattform ist, sondern die Drehscheibe zwischen all diesen Systemen und Cloud-Systemen.

Egal, was, der CI HUB Connector verbindet Ihre Systeme und Assets.

Warum den CI HUB Connector?

Das Team um den CI HUB Connector hat genau an diesem Punkt angesetzt. Plattformen gibt es genug. CI HUB wollte diese zusammenbringen.

Wir wollten keine neue Plattform erfinden, sondern eine Möglichkeit schaffen, auf alle anderen Plattformen zuzugreifen.

CI HUB

Mit dem CI HUB Connector können Sie also all ihre Systeme verbinden, diese navigieren, versionieren und filtern und das Schöne daran ist, dass der CI HUB Connector in zwei Richtungen funktioniert. Sie können also nicht nur down-, sondern auch uploaden. Im Moment findet sich eine Vielzahl an Produktions-Applikationen, wie die Adobe Creative Cloud oder Google Workspace.

Verbinden Sie all Ihre Programme mit den Asset-Management-Systemen.

Seit Kurzem gibt es den CI HUB Connector auch für WordPress. Der Connector ergänzt das beliebte CMS ausgezeichnet.

Der CI HUB Connector für WordPress im Detail

Der CI HUB Connector für WordPress ist ein unverzichtbares Plugin, wenn Sie eine Contentfirst-Strategie fahren und Sie nicht sämtliche Assets extra fürs Web nochmals neu aufbereiten wollen. In diesem Review kläre ich die wichtigsten Fragen, erkläre das Arbeiten mit dem Plugin und gebe ein Fazit zur aktuellen Version des Connectors ab.

Wie installiere ich den CI HUB Connector für WordPress?

Der CI HUB Connector für WordPress ist ein WordPress-Plugin und lässt sich einfach über das Repository suchen. Geben Sie dazu einfach «ci hub» in die Plugin-Suche ein.

Installieren Sie das Plugin nun genauso, wie Sie es sich von WordPress-Plugins gewohnt sind.

Wo finde ich den CI HUB Connector in meiner WordPress-Installation?

Assets werden bei WordPress in der Medienbibliothek verwaltet. Es ergibt also Sinn, den CI HUB Connector genau da anzusiedeln. Rufen Sie also Ihre Medienbibliothek auf und klicken Sie auf den «Add New»-Button oben rechts neben dem Titel. Dadurch wird der «Medien-Upload» aufgerufen. Genau hier finden Sie jetzt auch den Knopf für den CI HUB Connector.

Der CI HUB Connector befindet sich in der Medienbibliothek von WordPress.

Klicken Sie auf den Knopf, um den Connector zu starten. Wenn Sie den Connector schon von Adobe oder Office 365 her kennen, wird Ihnen auffallen, dass er über die ganze Breite der Seite verläuft. Das ist etwas ungewohnt zur restlichen Optik des CI HUB Connectors. Die Darstellung ist nicht von CI HUB gewollt, sondern sie ist WordPress geschuldet. Sie werden sich aber schnell daran gewöhnen.

Wenn Sie schon ein Login besitzen, können Sie sich wie gewohnt einloggen. Ansonsten klicken Sie auf «Registrieren» und Sie werden zur CI HUB-Webseite weitergeleitet. Der Connector kann kostenlos getestet werden, die regelmässige Nutzung ist jedoch kostenpflichtig.

Wie lade ich meine bestehenden Verbindungen im CI HUB Connector für WordPress?

Wenn Sie schon mit dem CI HUB Connector arbeiten, so könne Sie Ihre Verbindungen sichern und über ein Passwort wieder abrufbar machen. So laden Sie sich all Ihre Verbindungen in den CI HUB Connector für WordPress und müssen nicht nochmals alle neu laden. Das spart Zeit und Sie starten mit Ihrem gewohnten Set-up in die Produktion.

Fügen Sie all Ihre Verbindungen mit wenigen Klicks dem Connector hinzu.
Starten Sie so mit Ihrem gewohnten Set-up in die Produktion.

Somit sind Sie startklar und können den Connector verwenden. Schauen wir uns im zweiten Teil an, wie Sie damit in WordPress arbeiten können.

Arbeiten mit dem CI HUB Connector für WordPress

Der CI HUB Connector für WordPress ist grundsätzlich gleich aufgebaut wie in all den anderen Applikationen. Da der Connector sich immer seinem Umfeld anpasst, und dessen Vorteile nutzt, bietet der CI HUB Connector für WordPress Funktionen, die dank WordPress erst möglich sind. Es fehlen aber auch Dinge, die zum Beispiel nur bei Adobe InDesign funktionieren.

Panel-Übersicht

Verschaffen wir uns zuerst eine kurze Übersicht über das Panel des CI HUB Connector für WordPress:

Im Panel finden Sie drei wichtige Toggle. Der Erste zeigt die geladenen Verbindungen (1). Hier sehen Sie all Ihre Verbindungen in der Übersicht. Der zweite Toggle zeigt die Navigation. Hier klicken Sie sich durch die Struktur Ihrer gewählten Verbindung (2).

Navigieren Sie Ihre Assets mit Leichtigkeit.

Der dritte Toggle zeigt die Filteroptionen an (3). Hier finden Sie alle Filteroptionen, die eine Verbindung bietet. Wenn Sie nichts sehen, bietet sie wahrscheinlich keine Filter an. Wenn Sie nach Assets suchen, werden die Suchergebnisse im nächsten Abschnitt (Results) angezeigt (4). Unter den «Resultaten» sehen Sie die «Details» (5). Details zeigt Ihnen die Miniaturbilder sowie die gespeicherten Metadaten.

Das Navigationsmenü

Rechts neben dem Navigations-Toggle finden Sie das entsprechende Menü dazu:

Papierkorb: Löschen Sie den Ordner, in dem Sie sich gerade befinden. Dies funktioniert nur, wenn der Ordner leer ist.

Ordner hinzufügen: Erzeugt einen neuen Ordner in Ihrem Verzeichnis.

Ähnlichkeitssuche: Suche nach Bildern mit ähnlichem Inhalt für ein ausgewähltes Asset in einem verbundenen Stock-System (z. B. Adobe Stock).

Verknüpfungen (Check-Panel): Hier sehen Sie eine Übersicht über alle in den WordPress-Seiten verlinkten Assets und deren aktuellen Status.

Ordner-Navigation: Wenn Sie die Ordner-Navigation nicht sehen, können Sie mit dieser Schaltfläche jederzeit zu ihr zurückkehren.

Suche: Die leistungsstarke CI HUB Connector Suche hilft Ihnen, Ihre Assets zu finden oder bei Bildanbietern wie Unsplash oder Adobe Stock nach bestimmten Bildern zu suchen.

Das Detailmenü

Ebenfalls rechts vom Details-Toggle finden Sie das korrespondierende Menü dazu:

Ordner neu laden: Laden Sie den Ordner neu.
Datei hinzufügen: Neue Assets zu Ihrem Dienst hinzufügen.
Listenansicht: Zeigt Ihre Assets in einer Listenansicht an.
Kachelansicht: Zeigt Ihre Assets in einer Kachelansicht.
Detail-Ansicht: Zeigt Ihre Assets in einer Detail-Ansicht an.
Einstellungen: In den Einstellungen können Sie verschiedene Anpassungen vornehmen. Sie können die Ordner in einer Übersicht ausblenden (1). Dies kann hilfreich sein, wenn Sie eine extrem grosse Anzahl von Ordnern und Assets in einer Struktur haben. Wenn Sie sich in der Kachelansicht befinden, können Sie die Asset-Namen ausblenden und die Quelle des angezeigten Namens anpassen (2). Konvertierungshinweise sind die kleinen grünen Dokumentensymbole oben links neben den Miniaturansichten der Assets. Wenn Sie mit dem Mauszeiger über sie fahren, sehen Sie das Pixelverhältnis, mit dem das Asset platziert wurde. Wozu das gut ist, werden Sie später sehen. Hier können Sie sie ein- und ausblenden (3). Mit der Vorschaugrösse können Sie die Grösse der Asset-Vorschau ändern (4).

Das Details-Menü

Wenn Sie ein Asset im Abschnitt «Details» anwählen, so sehen Sie zum einen dessen Metadaten und zum anderen das entsprechende Menü dazu:

Im Browser öffnen: Damit wird das Asset in der vom Systemhersteller bereitgestellten Webansicht geöffnet.

Datei verwenden: Verwendet das ausgewählte Asset im Layout.

Datei aktualisieren: Laden Sie das aktuelle Asset erneut auf das angeschlossene System hoch.

Ähnlichkeitssuche: Suche nach ähnlichen Assets in der aktiven Datenbank. Wählen Sie dazu das gewünschte Asset in CI HUB Connector aus und starten Sie die Suche.

Asset sperren: Reservieren Sie das ausgewählte Asset. Dieses Symbol «friert» den aktuellen Status des Assets ein. Die Handhabung eines gesperrten Assets richtet sich nach dem Schema des angeschlossenen Systems. Lesen Sie daher bitte die Dokumentation des Systems, mit dem Sie verbunden sind.

Kühlstelle löschen: Löscht die ausgewählte Kühlstelle.

Einstellungen: Hier können Sie die Anzeigekategorien einblenden und auch wieder entfernen.

Das sind die Funktionen des Connectors in einem kurzen Überblick.

Spezialitäten des CI HUB Connectors für WordPress

Der CI HUB Connector für WordPress fügt der Medienbibliothek ein paar nützliche Dinge hinzu.

Custom Fields

Der CI HUB Connector für WordPress fügt Ihren Assets ein paar nützliche Custom Fields hinzu.

Sie sehen den effektiven Bildnamen (1), den Pfad zu dem Dienst (2), von dem Sie das Asset heruntergeladen haben, den Bildtyp (3), die Version (4), das Erstellungs (5)- und Änderungsdatum (6) und den Fremdschlüssel (7). Die Metadaten hängen vom Zielsystem ab, weshalb es mehr oder weniger benutzerdefinierte Felder geben kann.

Was ist der «Fremdschlüssel»? Dies ist die ID, die das Asset im Zielsystem (z. B. Dropbox) eindeutig identifiziert.

Vektordaten zu WordPress hinzufügen

Im Web haben Sie natürlich die Möglichkeit, per SVG vektorbasierte Elemente darzustellen. Diese müssen aber separat fürs Internet erzeugt werden. Der CI HUB Connector für WordPress bietet dank der «Conversions» die Möglichkeit vektorbasierte Dateien wie Adobe Illustrator-Files oder EPS direkt aus dem PIM/DAM oder dem Cloudspeicher in WordPress einzufügen.

Die Conversion lassen Sie Vektordaten als Pixelbild in WordPress einfügen.

Ein Asset in WordPress platzieren mit CI HUB Connector

Wenn Sie ein Asset auf einer Seite positionieren wollen, so machen Sie dies grundsätzlich auf demselben Weg:

Einziger Unterschied ist, dass Sie den «CI HUB-Reiter» verwenden und nicht die reguläre Medienbibliothek. Nun startet der CI HUB Connector, was ein wenig dauern kann, da er jedes Mal alle Verbindungen neu lädt. Dass dies nicht immer nötig ist, daran arbeitet CI HUB im Moment.

Jetzt können Sie die benötigte Verbindung auswählen und darüber das gewünschte Asset auf die WordPress-Seite laden.

Das Check-Panel auch im CI HUB Connector für WordPress

Eines der mächtigsten Tools des CI HUB Connectors hat es ebenfalls ins WordPress geschafft: Das Check-Panel oder «Links», wie es im Plugin selbst genannt wird. Wenn Sie das Check-Panel aktivieren, bekommen Sie eine Auflistung aller auf der Webseite platzierter Assets. Dabei bekommen Sie eine Menge an Informationen: Den Namen, die Remote ID, die Rendition (Conversion), die Information, ob das Asset lokal verfügbar ist, das Änderungsdatum, die Dateigrösse, die Location sowie den WP-Pfad.

Sehen Sie alle Assets im Check-Panel.

Vor allem die Angabe der Location finde ich fantastisch. So sehen Sie nicht nur, ob das Asset in einem Post oder auf einer Page platziert ist, sondern Sie können die entsprechende Seite auch gleich mit einem Klick aufrufen.

Sehen Sie auf einen Blick, wo Ihr Asset positioniert wurde.
Finden Sie Ihre Assets schneller mit dem Check-Panel vom CI HUB Connector für WordPress.

Fazit zum CI HUB Connector für WordPress

Der CI HUB Connector für WordPress bietet die nahtlose Anbindung an sämtliche Asset-Management-Systeme und somit an Ihren Workflow. Über das Plugin verwalten Sie Ihre Assets problemlos und ohne dass Sie sämtliche Medien nochmals fürs Web aufbereiten müssen. Dank der «Conversions» lassen sich sogar Vektordaten platzieren. Die Versionierung hilft dabei, immer das aktuellste Asset zu verwenden. Wer als Dienstleister häufig mit Drittparteien zusammenarbeitet und auf deren Asset-Management-Systeme zugreifen muss, findet mit dem CI HUB Connector für WordPress einen perfekten Begleiter. Versierte Nutzer können sogar eigene Shortcodes zusammenstellen, mit deren Hilfe sich Metadaten direkt beim Asset abbilden lassen.

Etwas mühsam ist es, dass der Connector jedes Mal, wenn er aktiviert wird, sämtliche Verbindungen neu laden muss. Hoffen wir, dass CI HUB hier bald eine Lösung finden kann. Abgesehen davon, macht es Freude, mit dem CI HUB Connector für WordPress zu arbeiten.

Weitere Videos zum Connector finden Sie auf der Webseite von CI HUB. Dort können Sie auch den User Guide als PDF herunterladen.

Christian Denzler

Nach einer klassischen Lehre als Polygraf EFZ und einer Weiterbildung zum Techno-Polygraf EFA sammelte Christian Denzler Erfahrungen in Druckereien, Agenturen und Premedia-Firmen. Er ist ein Publishing-Profi und seit 2015 Prüfungsexperte «grafisch technische Berufe» an der Berufsschule für Gestaltung Zürich. Leidenschaftlich testet er neue Software sowie Technologien und schreibt darüber.
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