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Digitale Inklusion I: Grundlagen

Eine zugängliche Webseite ermöglicht es über 1 Million Menschen in der Schweiz, online auf Informationen zuzugreifen. Barrierefreiheit ist auch ein enormer Aufwand, den es sich aber lohnt zu betreiben. Wer sich mit Usability und SEO beschäftigt, hat dabei schon einen kleinen Vorsprung.

Die Grundvoraussetzungen für barrierefreies Design

Als Gestalter:innen und Content Creators gilt es, sich an ein paar einfache Grundlagen zu halten:

  • Gute Usability
    Wir schaffen eine sinnvolle Struktur, einfache Benutzbarkeit und eine klare Navigation.
  • Selbstbestimmungsprinzip
    Wir geben dem Nutzenden die Möglichkeit Einfluss auf die Darstellung der Webseite zu nehmen (Schriftgrösse, Start und Stopp von Audio und Video usw.)
  • Zwei-Sinn-Prinzip
    Wir bedienen immer zwei der drei relevanten Wahrnehmungssinne (Text, Bild, Ton)
  • Universelles Design
    Wir erstellen keine Speziallösungen, sondern schaffen einfachen Zugang für alle.

Wie erstellen wir zugängliche Inhalte?

Für optimalen Zugang ist es unerlässlich, dass wir den Inhalt strukturieren. Zum einen heisst das, dass wir

  • semantische Strukturierungselemente wie Titel, Untertitel und Listen verwenden aber, auch dass wir Hauptbereiche wie Header, Navigation, Inhalt und Footer richtig anordnen. Sprich, wir verwenden sinnvolle HTML5-Container wie header, footer, nav, main, article, section, aside oder sonst div.
  • keine Tabellen und Frames zu Layout-Zwecken verwenden
  • sinnvolle, prägnante und verständliche Überschriften setzen und die dafür vorgesehenen h-Tags verwenden.

Was führt zu Wahrnehmungsschwierigkeiten?

  • Ungenügenden Kontrast (Farbe wie SW)
    Ein guter Kontrast ist mit abnehmender Sehkraft im Alter aber vor allem für sehbehinderte Menschen zentral.
  • Fehlende Skalierbarkeit
    Für viele Menschen mit beeinträchtigtem Augenlicht, ist es wichtig, dass sie Webseiten skalieren können (Texte können nur gelesen werden, wenn sie stark vergrössert werden)
  • Fehlende Textalternativen
    Wenn der alt-Tag bei Bildern und Videos nicht sauber ausgefüllt wird, sind diese für die Screenreader kaum wahrnehmbar.
    Noch schlimmer wird es für gehörlose Menschen bei Videos. Aus diesem Grund sind Untertitel hier das Minimum der Zugänglichkeit. Da für viele Gehörlose das geschriebene Wort eine schwer zu erlernende Fremdsprache ist, währe in dem Fall Gebärdensprache angebracht. Für die meisten Gehörlosen ist Gebärdensprache ihre Muttersprache.
    Dass dies nicht in jedem Budget liegt, ist mir bewusst. Ich beschreibe hier natürlich immer den Idealfall.

Ebenfalls sollte man es vermeiden Inhalte kompliziert zu formulieren. Kurze und einfache Sätze sind nicht nur für beeinträchtigte Menschen angenehmer 😉

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