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Eben deshalb sollt ihr gerade keinen Doppelklick machen

Ganz oft müssen bestehende Formate nachbearbeitet und feinjustiert werden. Das sind in InDesign insbesondere Tabellen-/Zellenformate, Absatz-/Zeichenformate, Objektformate und Farbfelder.

Um die entsprechenden Formatoptionen aufzurufen, machen ganz viele einen Doppelklick auf den betreffenden Formatnamen. Und genau diesen Doppelklick solltet ihr nicht machen, und zwar aus folgendem Grund.

Das Problem

Nehmt an, irgendwo im Dokument ist ein Textrahmen markiert:

Ein markierter Rahmen irgendwo im Dokument Ein markierter Rahmen irgendwo im Dokument

Aus irgendeinem Grund müsst ihr etwas später an einem Absatzformat noch eine Änderung vornehmen. Ihr doppelklickt also auf den Formatnamen und erhaltet:

Absatzformatoptionen per Doppelklick geöffnet Absatzformatoptionen per Doppelklick geöffnet

Und schon ist es passiert: Ohne dass ihr es gesehen habt und ohne dass InDesign euch irgendwie informiert, hat sich der Text durch den ersten der beiden Klicks im Doppelklick im markierten Textrahmen umformatiert:

Das Ergebnis: ungewollt umformatierter Text Das Ergebnis: ungewollt umformatierter Text

Das passiert übrigens auch, wenn ihr die Absatzformatoptionen mit “Abbrechen” wieder verlasst!

Dasselbe geschieht analog auch bei markierten Objekten und einem Doppelklick auf ein Objektformat oder ein Farbfeld und bei Tabellen/Zellen bei einem Doppelklick auf ein Tabellen-/Zellenformat.

Die Lösung

Was ist jetzt aber die “kugelsichere” Technik? Richtig, der gute alte Rechtsklick:

Formate grundsätzlich per Rechtsklick bearbeiten Formate grundsätzlich per Rechtsklick bearbeiten

Deutlich ist zu sehen, dass das betreffende Format nicht markiert sein muss. InDesign weiß ganz genau, worauf ihr rechtsklickt, also kann es keine Missverständnisse geben.

Ich persönlich habe mir den Doppelklick praktisch abgewöhnt, weil dabei (irgend)etwas passiert, was sich die Entwickler ausgedacht haben und was ich wissen muss. Bei einem Rechtsklick muss ich nichts wissen, sondern kann im Kontextmenü genau ablesen, welchen Befehl ich auslösen möchte.

Speziell InDesign kann man – bis auf ganz wenige Ausnahmen, leider – komplett hocheffizient ohne Doppelklick bedienen. Das gilt im Übrigen ganz genauso für Illustrator.

Und, was sagt ihr? Doppelklickt ihr noch oder rechtsklickt ihr schon? Ich bin sehr gespannt auf eure Meinung.

Übrigens: Wer partout nicht von seinem Doppelklick ablassen möchte, kann dies gerne tun, muss dabei aber die Umschalt-, die Alt- und die Strg/Befehl-Taste gleichzeitig gedrückt halten. Aber mal ehrlich: Ist das eine ernstzunehmende Alternative?

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Diskussion

4 Antworten

  1. Der Doppelklick hat schon für viel Ärger gesorgt. Nicht immer hat man direkt im Blick, ob und welcher Rahmen gerade ausgewählt war und schon hat man die bestehende Formatierung über den Haufen geworfen.

    Anfangs hab ich es noch mit einem Klick in die Montagefläche versucht. Aber ganz ehrlich, nicht immer habe ich die Montagefläche “griffbereit” und müsste erstmal hin navigieren, bzw mit Apfel+0 die Ansicht anpassen. Viel zu aufwendig!

    Mit “Shift+Apfel+A” hat man recht schnell die Möglichkeit eine evtl. vorhandene Auswahl aufzuheben. Mit gedrückter “Ctrl”-Taste lässt sich zudem auch recht das gewünschte Kontextmenü aufheben. Aber wäre da ein einfacher Rechtsklick nicht deutlich bequemer und leichter?

    Wie es Rudi Warttmann schon treffend sagt:
    “Doppelklickt ihr noch oder rechtsklickt ihr schon?”

    Vielen Dank für den hilfreichen Tipp.

  2. Ich nutze den Rechtsklick aus dem gleichen Grund. Gelegentlich aber, wenn ich nicht nah im Dokument reingezoomt habe und nur wenig Formaten verwende, klicke ich einmal außerhalb der Arbeitsfläche, habe also kein Element mehr ausgewählt, und nutze dann doch den Doppelklick.

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