• Thema

  • Technologie

Es ist egal, welche Apps du nutzt.

Neulich habe ich einen Online-Vortrag gesehen zum Thema Projekt Management. Da hat mich Layla Pomper sehr inspiriert, mit einem einzigen Satz:

Define a system, not a software.

Definiere ein System, keine Software.

Ein grosser Denkfehler, der mir auch immer wieder passiert. Ob du erfolgreich bist, wird nicht von deiner Software definiert, sondern von deinem System. Deine Software macht dich nicht erfolgreich. Dein System macht dich erfolgreich. Eine Software ist erfolgreich, wenn sie dein System abbilden und managen kann.

Nehmen wir Zeitmanagement als Beispiel. Oft denken wir, dass wir mit einer noch akribischer geführten ToDo-Liste, mit noch einer halben Stunde mehr Arbeit oder eben mit einer besseren App erfolgreich werden. Aber das ist nicht der Fall. Es ist ein Tropfen auf den heissen Stein. Wer ein Chaot ist mit Post-its, wird ein Chaot sein in ClickUp, Todoist und auch in allen anderen ToDo-Apps.

Du musst ein System finden, das für dich funktioniert. Sei es ein persönliches Kanban Board, Time Blocking oder auch etwas simpleres, wie die Pomodoro Technik. Du wählst du ein System, keine App. Wenn eine App für dich wunderbar funktioniert, dann nur, weil sie dir ein System zeigt, das für dich funktioniert.

Deshalb mein Tipp: Wenn du produktiver sein willst, verbessere dein System, danach erst das Tool. Wenn das System läuft, achte darauf, ob deine Software dein System abbildet. Arbeite am Workflow, an Standard-Abläufen, an deiner Haltung, Organisation im Team.

Bei uns in der kleinen Firma heisst das auch, dass die Mitarbeitenden mitbestimmen dürfen bei der Wahl der Tools, weil wir unsere Systeme am besten kennen. Wir wissen, wie wir funktionieren als Einzelpersonen, als Unternehmer, als Team. Deshalb wissen wir auch schnell, welche Tools passen, und welche nicht.

Gilt auch für ganze Firmen

Oft passiert etwas Ähnliches auch im Management einer Firma. Wir denken, dass wir mit äusserlichen Veränderungen den Kern revolutionieren. Was ich meine damit:

  • Wir legen die Krawatten ab und plötzlich sind wir agil.
  • Wir nutzen eine moderne Meeting-Software und plötzlich sind wir Home-Office-Profis.
  • Wir statten alle Mitarbeitenden mit Stehpulten aus und schon sind wir eine Firma, die einen Fokus auf Gesundheit legt.

Mir ist klar, dass niemand diese Sätze wirklich aussprechen würde und sie so auch glaubt. Trotzdem ist es etwas, was in der Praxis oft passiert. Es ist, als wollten wir ein Haus bauen, ohne zu planen. Wir bauen voller Tatendrang los, mit dem erstbesten Baustoff, den wir finden. Und sind dann erstaunt, wenn das Haus nicht dem kleinsten Windstoss stand hält. Gut gemeint ist leider noch lange nicht gut. Wir müssen am Mindset arbeiten, und danach an den Tools, an der Kleidung, an den Büromöbeln.

PS: Das ist auch ein Grund, weshalb ich ClickUp mag. Ich werde nicht in ein Kanban-System, ein Time Blocking System oder irgendwas gepresst. ClickUp kann sehr viele Produktivitäts-Strategien abbilden. Deshalb funktioniert es auch so gut für unterschiedliche Teams. ClickUp ist kein besonders gutes Tool. Es kann nur besonders gut Systeme abbilden.

Noch mehr finden:

  • Thema

  • Technologie

Beitrag teilen
Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on whatsapp
Share on email
Share on xing
Was denkst du dazu?
yeah!
9
wooow
1
what?
0
meh.
0
hahaha
0
Diskussion

2 Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

 

Aktuelle Jobangebote
  • Grafik / Prepress / Druck / Verpackung / Werbetechnik | Medienjobs und Stellen für Profis

  • Newsletter abonnieren
    • Banner für die Bestellung vom Affinity Publisher – Das umfassende Handbuch von Christian Denzler

    Noch mehr finden:

    • Thema

    • Technologie

    Dein Gerät ist aktuell offline.