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Haemes Senf: Erste Woche mit dem Microsoft Surface Book

surface_hero_05Vor einer Woche habe ich mein Surface Book eingerichtet. Dann ging es ab auf die Piste: Etliche Seminare, lange Bahnreisen, Ressourcen hungrige Arbeiten. Zeit also, meine ersten Praxis-Erfahrungen mit dem neuen Surface Book zu sammeln. Und genau diese will ich jetzt hier teilen.

Erstaunt war ich ab den ersten Reaktionen auf meinen Feldversuch: Ausschliesslich positives Feedback, sehr interessiert am Testbericht, weil auch am Suchen einer Alternative fürs eigene MacBook. Der erwartete Shitstorm ist ausgeblieben, so auch die emotional geprägten Plattform-Grabenkriege. Sehr erfreulich, es geht um die Sache, um ein geeignetes Werkzeug für den Alltag von Designern und digitalen Nomaden.

Aus der Praxis

Mir war klar, dass Adobe-Applikationen unter Windows gut laufen. In der Regel schneller als auf dem Mac. Jedoch musste ich mich für meine Mac-Hilfsprogramme nach Windows-Ersatz umschauen. Zum Teil gibt es die gleichen Helferleins. Das ist aber eher die Ausnahme, weil gerade Hilfsprogramme häufig von Plattform-Freaks geschrieben werden und tief ins Betriebssystem eingreifen.

Zum Glück kenne ich ein paar Power User, die schon Jahre Publishing unter Windows betreiben. Diese habe ich dann um Tipps gefragt, damit ich im richtigen Teich fische und die wirklich guten Werkzeuge teste.

Google Drive Desktop App: Der unzuverlässige Stromfresser

Seit Jahren nutze ich Dropbox sehr intensiv. Wegen meiner ständigen Reisen synchronisiere ich all meine Daten mit der Cloud, um auch im Notfall ein “Backup” zu haben. Da wir mit der G Suite arbeiten, war es für mich bei diesem Test naheliegend, auch mal weider Google Drive auf dem Desktop zu testen. Funktionell sehr ähnlich der Dropbox, in der Praxis jedoch nicht grad das Gelbe vom Ei. Schon auf dem Mac habe ich ein paar mal Googles Desktop-Erweiterung getestet. Dabei hatte ich immer mal wieder Synchronisationsprobleme. Unter Windows sollte es nicht anders sein. Zudem hat Google Drive das Abschalten/Neustarten des Surface Books verhindert, die App musste händisch abgeschossen werden. Weiter hat mich die träge Synchronisation irritiert.

Schliesslich hatte ich eines Abends Google Drive durch die Dropbox ersetzt. Und siehe da: Keine Probleme mehr mit dem Neustart, viel schnellere Synchronisation und, was mein Nomadenherz freut, Dropbox braucht viel weniger Power als Google Drive Desktop. Die Laufzeit des Surface Books hat sich um satte drei Stunden verlängert!

Screenshots und kurze Screenrecordings mit Snagit

Screenshots hatte ich auf dem Mac direkt mit der im Betriebssystem integrierte Funktion gemacht. Und fürs Screenrecording stand mir seit Jahren ScreenFlow zur Seite. Jetzt habe ich mir Snagit angeschafft. Mit dem kann ich den Bildschirm abknipsen und auch filmen. Vor allem die Screenshot-Features sind genial und super effizient.

Auch Henrik Heigl ist am Testen von Touch-Geräten

Henrik Heigl hat sich über den Facebook-Post bei mir gemeldet. Er ist am Testen, ob Touch-Laptops die klassischen Grafiktablets überflüssig machen. Dazu hat er hier zwei Testberichte veröffentlicht:
http://henrikheigl.de/wp/2016/11/14/der-wacom-cintiq-killer-yoga-260-teil-2-der-stift/
http://henrikheigl.de/wp/2016/11/07/der-wacom-cintiq-killer-yoga-260/

Pros & Cons

Mit diesem Post beginne ich eine Liste mit Vor- und Nachteilen des Surface Books. In jedem künftigen Beitrag übers Surface Book ergänze ich die Liste.

Pros

  • Hochwertiges Design der Hardware
  • Clever, dass die Tastatur auch im Tablet-Modus angeschlossen werden kann (in der Tastatur drin ist ein zusätzlicher Akku)
  • Das Rendering von Schrift ist hochwertiger als auf meinem MacBook (Retina), Schriften sind angenehmer zu lesen
  • Unterschiedliche Präsentationsgeräte (Beamer, TV) laufen problemlos über den Mini Display Port
  • Login in public und firmeninterne Wifi’s problemlos
  • Bildschirm wird weniger schnell schmutzig als beim MacBook. Auch Touch-Rückstände sind kaum zu sehen
  • Bequeme Tastatur, eignet sich für die tägliche Arbeit

Cons

  • Kein USB C, proprietärer Stecker zum Laden des Gerätes
  • Tastatur ist beim Tippen lauter als die des MacBooks. Vergleichbar mit dem Lärm eines externen Apple Keyboards
  • Das Aufwachen aus dem Ruhemodus dauert länger als beim Mac

Ich teste/nutze jetzt wacker weiter und melde mich in rund einer Woche mit nächsten Erfahrungen.

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