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Haemes Senf: Surface Book im Touch-Einsatz und kein Mac mehr in der Nähe

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Ich bin die ganze Woche in Graz bei LinkedIn Learning. Mein MacBook ist zu Hause geblieben, das Surface Book begleitet mich auch diese Woche. Die Screen-Aufnahmen im Studio werde ich auch unter Windows bestreiten, war mein Wunsch. Mein Vertrauen in Windows und die Microsoft-Hardware steigt. Jetzt kann ich auch über erste Erfahrungen mit dem Touch-Bildschirm berichten, für viele ein grosser Pluspunkt der Windows-Geräte gegenüber dem MacBook.

Tablet-Modus und Touch-Bildschirm

Dass mein Laptop auch ein tolles Tablet mit Touch-Bildschirm ist, bin ich mir im Alltag noch zu wenig bewusst. Trotzdem beginne ich langsam aber stetig, den Bildschirm zu “betouchen”. Ich muss vorausschicken: Ich bin weder Designer noch Illustrator, ich bin nur Publisher. Daher zeichne ich weder gut noch wirklich oft. Jedoch habe ich mir zum Ziel gesetzt, bei Präsentationen und beim Unterrichten (und das mache ich täglich) auf den Screen zu zeichnen statt auf Flipcharts (habe heute im “Subway” schon heftig geübt, entsprechende Blicke meiner Tischnachbarn blieben nicht aus).

Ich liebe den Touch-Bildschirm auch als Nicht-Illustrator. Habe bemerkt, dass mein Nacken am Abend wesentlich weniger verspannt ist, wenn ich wechsle zwischen Tastatur, Touchpad, Maus und Touch-Bildschirm. Und ich habe bemerkt, dass ich gewisse Windows-Funktionen schneller über Touch bediene als über die Maus.

Aktuell teste ich den Zeichenstift mit Sketchbook von Autodesk und mit Microsofts OneNote. Habe mit unseren Designers bereits abgemacht, dass sie sich die Qualität des Surface Books als Grafiktablet auch anschauen. Sobald ich da Resultate habe, berichte ich.

Übrigens: Die Handschrifterkennung hat mich echt überrascht. Das Surface Book liest meine alltägliche Standardschrift problemlos, ich muss mich überhaupt nicht dem Gerät anpassen.

USB-C ist auch nicht das Gelbe vom Ei

Auf meinen Punkt bei “Cons” (siehe unten) hat sich eine Microsoft-Mitarbeiterin bei mir gemeldet und mich aufgeklärt, dass die Welt um USB-C gar keine heile Welt sei (was ich in dem Ausmass nicht wusste!). Für Infos hat sie mir diesen englischsprachigen Artikel empfohlen.

Edge-Browser, OneNote

Haeme im Windows-Land. Es gibt viel zu entdecken. So habe ich den Microsoft Edge-Browser unter die Lupe genommen. Er ist hübsch und extrem schnell. Doch musste ich mich wieder von ihm trennen: Er kennt für die Rechtschreibkontrolle nur die Sprache des Betriebssystems. Das reicht mir nicht, ich bin mehrsprachig unterwegs. Das Gleiche übrigens mit OneNote als App (nicht die Version aus Office).

Office 365 und vor allem OneNote

Habe mir zu Weihnachten ein Jahresabo von Office 365 angelacht. Das erste Mal, dass ich für Microsoft-Software Geld ausgegeben habe. Die neue Oberfläche ist freundlich. Früher hatte ich bei den Office-Produkten immer das Gefühl, dass all die Schalter und Optionen mich im Griff haben, nicht umgekehrt. Das passiert mir beim produktiven Arbeiten nicht mehr. Noch hat es zwar für meinen Geschmack zu viele Icons, Schalter und Kontextmenüs. Aber es entwickelt sich definitiv in eine gefreute Richtung. Mich erinnert der heutige Stand der Office-Oberflächen an die Android 5-Zeiten. Zum ersten mal hübsch, aber nach dem dritten Untermenü wieder die alte Geschichte. Ab Android 6 war es dann OK.

Notiz-App: OneNote im Test

Ich weiss noch genau, als ich vor ein paar Jahren bei Adobe in Seattle war, hat ein Mitarbeiter dort seinen ersten Tag gehabt. Er kam von Microsoft und war dort massgebend für OneNote zuständig. Er hat geschwärmt von dem Produkt, von der Architektur, von der Idee. Das habe ich nie vergessen, hat mich irgendwie beeindruckt.

create_4x3Bis anhin habe ich mit Google Docs meine Notizen verwaltet. Doch muss ich gestehen, dass da die Offline-Nutzung nicht Spass macht. In Meetings und beim Reisen bin ich leider aber immer mal wieder längere Zeit offline. Ich wusste es also schon lange: Haeme, du musst endlich eine vernünftige Notiz-Lösung haben. Trotzdem, dass viele um mich Evernote nutzen, hat mir mein Bauchgefühl immer davon abgeraten. Jetzt, nach den neusten Vorkommnissen ist Evernote für mich definitiv draussen: Schon nur deren Gedanke, dass Mitarbeiter (echte Personen, nicht eine Maschine) meine Notizen lesen sollen, ist für mich ein No-Go. Man kann sich zwar jetzt optional austragen. Trotzdem: Als Hersteller einer Notizsoftware muss ich davon ausgehen, dass auch persönliche Sachen damit verwaltet werden. Und wenn ich dann die Idee habe, Mitarbeiter die Notizen lesen zu lassen, dann ist das sehr ungeschickt.

So war die Wahl für mich leicht. Ich haue jetzt alles, was ich notieren will, ins OneNote. Und es macht Spass, auch die Browser-Version und die Android-App. Spannend finde ich auch die Klassenzimmer-Funktionen der Software. Das könnte auch was für unseren Unterricht werden. Im Gespräch mit meinen Kids und deren Bekanntenkreis habe ich gemerkt, dass OneNote in der Generation schon ganz heftig im Einsatz ist und auch geschätzt wird.

Surface Book Pros & Cons

Da noch, wie immer am Ende, meine aktualisierte Surface Book Pros & Cons-Liste:

Pros

  • InDesign ist massiv schneller als am Mac
  • Mit gleicher Internetverbindung und gleichem Browser: Windows rendert die Websites schneller
  • Hochwertiges Design der Hardware
  • Clever, dass die Tastatur auch im Tablet-Modus angeschlossen werden kann (in der Tastatur drin ist ein zusätzlicher Akku)
  • Das Rendering von Schrift ist hochwertiger als auf meinem MacBook (Retina), Schriften sind angenehmer zu lesen
  • Unterschiedliche Präsentationsgeräte (Beamer, TV) laufen problemlos über den Mini Display Port
  • Login in public und firmeninterne Wifi’s problemlos
  • Bildschirm wird weniger schnell schmutzig als beim MacBook. Auch Touch-Rückstände sind kaum zu sehen
  • Bequeme Tastatur, eignet sich für die tägliche Arbeit
  • Kleines Detail: Ich liebe die physikalische Delete-Taste, die auf dem MacBook nur über “fn” erreichbar ist
  • Die Nutzung ohne Tastatur ist für Meetings genial: Keine Wand zwischen dem Gegenüber und mir
  • Login über Gesichtserkennung

 Cons

  • Kein USB-C, proprietärer Stecker zum Laden des Gerätes. Wobei ich gestehen muss, dass USB-C in sich auch komplett proprietär ist: http://blog.fosketts.net/2016/10/29/total-nightmare-usb-c-thunderbolt-3/
  • Tastatur ist beim Tippen lauter als die des MacBooks. Vergleichbar mit dem Lärm eines externen Apple Keyboards
  • Das Aufwachen aus dem Ruhemodus dauert länger als beim Mac
  • Ein System-Neustart kann nie fehlen (war für mich auf dem Mac nie ein Thema)

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