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Haemes Senf: Warum andere erfolgreicher sind

«Was sollen wir denn sonst tun? Wir können doch nur drucken?! Unsere Vorstufe, unser Verkauf-Innendienst sind keine IT-Leute!» – melden sich immer mehr Führungskräfte bei mir. «Du kannst schon mit deinem Senf; aber schau mal, welches Erbe wir da antreten!», geht es weiter.

Das beschäftigt mich (nicht nur Tags) und macht mich was zwischen traurig und rasend. Ehrlicherweise glaube auch ich nicht mehr an den Druckstandort Schweiz, wenn es um Standardjobs geht. Ich sehe, wie andere Leute der Branche auch, gewisse Ähnlichkeiten mit dem Untergang der Webereien in unseren Breitegraden. Aber ich glaube an sehr viele, sehr spannende, sehr lukrative Dienstleistungen für Medienhäuser! An Services rund um den Druck, rund um die Medienproduktion. Druckereien mit funktionierenden Prozessen sind prädestiniert für den professionellen Umgang mit «Big Data»! Daten verwalten und geschickt zu relevanten Medienstücken aufbereiten, ist ein unglaublicher Wachstumsmarkt! Eine Dienstleistung, die keiner als Hobby am Feierabend einfach so nachmacht. Schliesslich sind strukturierte Daten pures Gold und somit auch keine Sache, die leichtfertig in andere Teile der Welt oder an Hobbyisten delegiert wird.

Schockstarre statt Flughöhe ändern

Gunter Dück sagt: «Mit Anschreien kannst du den Umsatz noch um 5 Prozent steigern, aber dann ist fertig. Richtig wäre, sich mit den Folgen der Digitalisierung auseinanderzusetzen und die Business Modelle anzupassen». Als Beispiel bringt er meist die Automobilindustrie. Ich finde, seine Aussage passt auch zur Publishing-Welt.

Vorgehen nach «Design Thinking»

Was die Silicon-Valley-Fritzen tun, können wir auch!

Es geht nicht anders: Wir müssen unsere Silos verlassen! Schauen, was da draussen abgeht und handeln. Probieren, umfallen, Krone richten. Und wieder: Probieren, umfallen, Krone richten. Und dann: Probieren, durchstarten, Geschäftszweig etablieren.

So und kein Stück anders machen es die Erfolgreichen! Oder warum denkst du, dass bei Google der Grossteil der gestarteten Projekte gar nie etabliert werden? Oder warum das erste iPhone technisch eigentlich eine Lachnummer war und keine Innovation?
«Die Grossen, die haben die Kohle zum Testen», kommt dann immer. Nein, die haben nur im Verhältnis mehr Kohle. Die haben auch im Verhältnis mehr Kosten. Aber die machen genau, was wir auch tun können: Zuhören, Probleme definieren, Ideen sammeln, Prototypen bauen und testen. Und zwar mit so wenig Investition, dass man sich ein Scheitern in der Testphase leisten kann. So lange, bis es klappt! Insider nennen es «Design Thinking». Oder auch «MVP» (Minimum Viable Product), also ein Produkt/eine Dienstleistung auf den Markt bringen, dass sie grad brauchbar ist, aber nicht vergoldet wird. Eben das, was Apple mit dem ersten iPhone gemacht hat. Und wenn erste Erfolge da sind, die Sache optimieren und Marktanteile gewinnen.

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