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Heute schon ein Backup erstellt?

Broken HDD
Broken HDD

Sichern nicht vergessen!

Was wäre, wenn deine Harddisk in diesem Moment ausfallen würde? Hast du ein aktuelles Backup deiner Daten oder wären die Daten, die in den letzten Tagen und Wochen erstellt wurden, verloren? Wer nicht regelmässig Backups erstellt, handelt fahrlässig und wird früher oder später einmal in die Situation kommen, in der ein Backup Gold wert ist. In einer privaten Umgebung mag ein wöchentliches Backup genügen. In einer aktiven Arbeitsumgebung kann es bereits fatale Folgen haben, wenn die Datensicherung nur einmal wöchentlich ausgeführt wird. Möglicherweise arbeitest du gerade an einem Projekt das kurz vor der Fertigstellung ist und nun nicht fristgerecht abgeliefert werden kann. Ohne Backup lassen sich die Daten, wenn überhaupt, nur sehr aufwändig rekonstruieren.

Ein Hardwarecrash ist nur ein Beispiel für einen möglichen Datenverlust. Versehentliches Überschreiben oder Löschen der Daten, korrumpierte Daten durch Ransomware oder defekte Dateien sind genauso ein mögliches Szenario für einen Datenverlust.

Wie schütze ich mich vor Datenverlust?

Um sich zuverlässig vor Datenverlusten zu schützen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Eine Sicherung auf einen USB-Stick, auf eine externe Harddisk oder in die Cloud sind mögliche Sicherheitsvorkehrungen gegen Datenverlust. Persönlich bevorzuge ich für die Datenverwaltung und -sicherung ein NAS (Network Attached Storage), was soviel heisst wie “netzgebundener Speicher”. Ein NAS, auch NAS-Server, bietet viele Vorteile gegenüber herkömmlicher Datenspeicher. Ein Merkmal des NAS ist die redundante Datenspeicherung (RAID). Ein RAID (ausser RAID 0) ist ein Verbund mehrerer Festplatten. Die Daten werden redundant gespeichert. So sind sie durch Verlust geschützt. Ein RAID schützt vor Hardwareausfällen von einer oder mehreren Festplatten und ist KEIN Backup! NAS-Server liefern die passende Software mit, um professionelle Datensicherungsaufgaben zu erstellen.

Warum ein NAS?

NAS-Server sind nicht nur wegen ihrer Datensicherheit beliebt. Die vielen Funktionen und Plugins machen die kleinen und leistungsstarken Speicher zu einem praktischen Datenverwaltungs-Server.

Vorteile

  • Zugriff über das Netzwerk möglich
  • Zugriff von extern
  • Benutzer- und Berechtigungsverwaltung
  • jedem Benutzer kann ein definierter Speicherplatz zugewiesen werden
  • je nach Modell ist der Speicher erweiterbar
  • Daten liegen im Gegensatz zur Cloud-Lösung auf dem eigenen Server
  • Fernzugriff per VPN möglich
  • Erhöhte Datensicherheit durch RAID
  • Backup-Software enthalten
  • Einzelne Dateien oder ganze Ordner können für Dritte freigegeben werden
  • Backup der Client-Station

Nachteile

  • Anschaffungskosten
  • Einarbeitungszeit und erhöhter administrativer Aufwand / Betreuung
  • erhöhte Stromkosten

Welches ist das richtige NAS für mich?

Bei der Wahl des passenden NAS-Anbieters haben zwei Firmen die Nase vorne. QNAP und Synology gehören zu den führenden Anbietern in diesem Segment. Wer sich für einen dieser beiden Hersteller entscheidet, kann eigentlich nichts falsch machen. Der Funktionsumfang der beiden Anbieter ist sehr ähnlich und sämtliche Funktionen die von einem NAS-Server erwarten werden, sind bei beiden Anbietern vorhanden.

Persönlich bin ich der Meinung, dass das Betriebssystem von Synology weniger technisches Wissen voraussetzt, um die vielfältigen Möglichkeiten des NAS ausschöpfen zu können. Bei QNAP ist es von Vorteil, wenn man etwas mehr Hintergrundwissen im Bereich Netzwerk mitbringt, um den vollen Funktionsumfang ausschöpfen zu können. Für die Konfiguration sind nur wenige Schritte notwendig. Nachdem der erste Ordner auf dem NAS erstellt und ins Netzwerk eingebunden ist, steht der Server bereit.

Die verschiedenen Funktionen, Möglichkeiten und Vorteile eines NAS-Servers stelle ich in künftigen Beiträgen detailliert vor.

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Diskussion

4 Antworten

  1. seit inzwischen mehr als 7 Jahren sichere ich meine Kunden-Daten vom MacMini Server historisch per Time Maschine (mit Hilfe des TimeMachineEditor) jeden Abend um 20 Uhr und spiegele jeden Freitag über den CCC den kompletten Rechner. Funktioniert für mich super. Vor kurzen unnötige Kundenportraits, die ich vor 6 Monaten gelöscht hatte um Lightroom nicht zu zumüllen wieder hergestellt, da jemand doch liebe rein anderes Portrait wollte. War 5min Aufwand.
    Izwischen ist auch eine neue (SSD) platte im Server, da die alte angeraucht ist. Übergang war smooth 😉

  2. Ich hatte Probleme mit einem QNAP NAS und den Dateibezeichnungen von einer macOS Festplatte. Trotz Netzwerkspezialisten konnten meine 1TB Daten nie vollständig kopiert werden und bin daher zurück zu einer externen USB Platte mit Timemachine-Backup. Eine weitere Person kann per Netzwerkkabel über meinen Rechner auf die Platte zugreifen. Außerdem ist die Platte schön transportabel.

    1. Hm, sowohl QNAP als auch Synology stellen meines Wissens Time-Machine-Backup-Server bereit. Und selbst falls das nicht der Fall wäre, würde die Sparsebundle-Methode mit jedem beliebigen Ordner auf einem beliebigen NAS funktionieren. Den Mac deswegen Netzwerkservices bereitstellen zu lassen finde ich sicherheitstechnisch eher bedenklich.

      Die Sache mit den Dateinamen hat übrigens nicht mit dem Netzwerk zu tun, sondern mit dem Zieldateisystem, deswegen können die Netzwerkleute da auch nix machen. Wenn Du, wie früher extrem beliebt, so schöne Zeichen wie Stern, Fragezeichen, Komma, Slash, Bullet Point oder Raute in Deinen Dateinamen benutzt, können die auf dem Zielsystem unter Umständen schlicht nicht angelegt werden. Meine Erwartungshaltung an ein QNAP oder Synology-NAS wäre allerdings, dass es bei Verwendung der entsprechenden Protokolle die Namen für den Benutzer transparent übersetzt.

      Ich glaube Dir, was Du schreibst, aber dass jemand seinen Mac nicht auf einem NAS sichern kann, habe ich locker zehn Jahre nicht mehr gehört. Da hat dann irgendwas nicht gestimmt.

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