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jabberfish #19: Muss man jeden Plattform-Hype mitmachen?

jabberfish – Bernd Zipper und Haeme Ulrich

Thomas Kramer fragt: «Nach dem scheinbar kurzen Überflug von Clubhouse: Muss/sollte man bei der fast endlosen Anzahl von Plattformen jeden Hype mitmachen? Was sind Vorteile oder Nachteile? Besser ein “early bird” oder eine “night owl”?»
“Müssen” eh nicht. Wer sich von der Angst steuern lässt, was zu verpassen, verpasst meist das Relevante.
Ein Hype ist immer ein Zyklus. Die Firma Gartner beschreibt dies wunderbar mit dem “Hype Cycle“. Ein Hype beginnt mit dem “Auslöser”. Alles spricht plötzlich über das neue Ding. Das sorgt für unglaubliche Aufmerksamkeit, was zum “Gipfel der überzogenen Erwartungen” führt. Genau da, wo zum Beispiel Clubhouse vor ein paar Wochen war. Meist fällt die Aufmerksamkeit in sich zusammen, es folgt der Sturz “ins Tal der Enttäuschungen”. Über den “Pfad der Erleuchtung” wird schliesslich das neue Ding normal, es pendelt sich ein auf dem “Plateau der Produktivität”.

Privat oder als Unternehmen?

Die Frage ist, ob man die neuen Dinger privat oder aus kommerziellem Interessen verfolgt. Privat soll probiert werden, was Spass macht. Entdecker-Instinkt: wer ihn hat, findet in der digitalen Welt genügend Stoff. Zudem ist es eine Generationen- und Kulturfrage: Für “Digital Natives” ist unverbindlich probieren, dabeisein und unter Umständen wieder gehen das normalste der Welt.
Kommerziell, als Firma, gibt es zwei Zeitpunkte, in einen Hype einzusteigen: Auf dem “Gipfel der überzogenen Erwartungen” oder wenn sich auf dem “Plateau der Produktivität” erste Business-Modelle etablieren. Wer auf dem Gipfel einsteigt, investiert viel Energie und muss ständig Ausschau halten nach der nächsten Welle. Wo dies nicht zu den Kernaufgaben gehört, reicht es, das Neue zu beobachten, selber zu probieren, um dann beim “Plateau der Produktivität” einzusteigen, wenn es zum Unternehmen passt.

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Haeme Ulrich

Haeme Ulrich ist “Publishing + Business Coach” bei morntag. Seine Schwerpunkte sind Publishing-Strategie, agiles Projekt-Management und Leadership. In über 15 Ländern war er in den letzten 23 Jahren als Coach tätig.
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