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Leadership besteht aus Fragen (nicht aus Antworten)

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Schon Steve Jobs, der Gründer von Apple, soll gesagt haben:

„Es ergibt keinen Sinn, kluge Leute einzustellen und ihnen zu sagen, was zu tun ist. Wir stellen kluge Leute ein, damit sie uns sagen, was zu tun ist.“

Steve Jobs

Oder: wie es der Volksmund sagt: Die richtige Antwort zu geben ist einfach, wenn die richtige Frage gestellt wird.

Als Leader musst du nicht alles wissen!

Deine Aufgabe ist es, die richtigen Fragen zu stellen und damit das Terrain vorzubereiten für eine brillante Antwort aus dem Kreise deines Teams. Nicht du bist tagtäglich mit der neusten Technologie beschäftigt. Nicht du verfügst über schier unendliche Erfahrung aus unzähligen anderen Projekten, wo ähnliche Probleme gelöst wurden.
Doch du stellst die richtigen Fragen! Du befreist dich aus den Details der täglichen Produktion, damit du die Freiheit hast, in die Metaebene zu kommen. Nur in der Metaebene hast du die notwendige Weitsicht, sinnvolle Fragen zu formulieren und damit deinen Fachleuten die besten Lösungen zu entlocken.

Ganz nebenbei: Für Wissensarbeiterinnen und Wissensarbeiter ist es verwirrend, wenn der Chef grundsätzlich mehr weiss, weil er Chef ist. Wissensarbeiterinnen und Wissensarbeiter wollen sich einbringen, gemeinsam die besten Lösungen entwickeln. Wird ihnen das verwehrt, hängen sie ab und werden zu Minderleistern.

Haeme übt

Und doch: Das hier Gesagte, ist einfacher zu tippen als zu leben. Ich bin selbst “davon betroffen”. Loslassen, die richtigen Fragen stellen heisst auch, Verantwortung delegieren, in meinem Fall delegieren an die nächste Generation.
Aktuell übe ich, gute Fragen zu formulieren. So, dass ich “im Ernstfall” die beste Frage einwerfen kann, statt die aus meiner Sicht richtige Entscheidung vorzutragen. Hartes Training, doch sehr zufriedenstellend.

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Diskussion

Eine Antwort

  1. Volle Zustimmung. Es ist im Übrigen auch überhaupt nicht die Aufgabe eines Führenden, alles (besser) zu wissen, sondern zu führen. Die Mitarbeiter, das Geschäft, was auch immer das Scope seiner Führungsposition ist. Der Blick ist ein völlig anderer. Deswegen ist auch die populäre Kritik “mein Chef hat überhaupt keine Ahnung, der könnte meinen Job gar nicht machen!!1!” völlig am Punkt vorbei und entlarvt eher den Kritisierenden als den Chef.

    (Die offensichtliche Ausnahme ist natürlich der völlig fachwissenfreie, nach reiner BWL-Lehre führende Manager, der mangels Fachkompetenz Entscheidungen trifft, die den Unternehmenserfolg prinzipiell unmöglich machen, der also z.B. in einem Innovationsunternehmen zur Kosteneinsparung die Forschungsabteilung zusammenstreicht oder in einem beratungsintensiven Geschäft Berater und Kundenservice. Aber in diesen Gefilden halten wir alle uns zum Glück ja nur selten auf.)

    Steve Jobs selbst war übrigens wohl eher das Gegenteil von dem, was Du da zitierst und hat den Leuten sehr wohl genau gesagt, was sie zu tun haben und den Rat seiner Fachleute regelmäßig in den Wind geschrieben. Gute Beispiele dafür sind der Cube mit seinen Thermik- und Materialproblemen und das Release von OS X 10.0, das in der releasten Form noch überhaupt nicht praxisfähig war. Aber ist ja auch klar, man kann halt _entweder_ Visionär sein _oder_ die Leute machen lassen.

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