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Manage work – lead people

Dieser Slogan bringt mich in letzter Zeit immer mal wieder zum Nachdenken. Ich begleite und trainiere Teams in grösseren klassischen Organisationen. Zusätzlich habe ich selber mehr als 20 Jahre in solchen Firmen als Angestellte gearbeitet und miterlebt, wieviel Aufwand betrieben wird, die Angestellten zu verwalten.

Dort gilt oft: lead work – manage people

Es werden Ressourcenpläne für Projekte, Jahrespläne für Bereiche, Abteilungen und Teams, Quartalspläne, Monatspläne und oft auch Wochenpläne erstellt. Es wird ausgerechnet, wer wieviel ausgelastet ist. Und wehe, da gibt es bei einer Person noch eine Lücke von 5 %, dann hat ja noch ein Projekt mehr Platz (ja, ein wenig überspitzt, aber die Richtung stimmt :-)). Unter 100% Auslastung auf dem Papier geht es nicht. Das wäre ja pure Verschwendung von Resourcen. Jede*r Angestellte muss ganz oft seine effektiv geleistete Arbeitszeit auf die verrechenbare oder nicht-verrechenbare Arbeit rapportieren und aus diesen Zahlen werden wieder neue Reportings generiert, die dann auf übergeordneten Hierarchiestufen besprochen, verwaltet und bewertet werden. Und der Abgleich zwischen Plan und Ist muss korrekt sein, sonst bitte nachbessern (kein Witz, das musste ich oft machen). Das Ganze ist ein riesiger Apparat, der unglaublich viel Zeit und Energie in Anspruch nimmt. Und was erhalten wir davon – ich denke ausgelastete Mitarbeitende. Nicht mehr und nicht weniger.

Manage work – lead people

Mit dem Mindset von Kanban – Manage work – lead people – drehen wir die Logik um. Wir verwalten die Arbeit und nicht die Arbeitenden. Wir fokussieren uns als Organisation darauf, die Arbeit, den Arbeitsfluss, die Abhängigkeiten der Arbeiten untereinander, die Wertschöpfungskette und die Wertgenerierung, die durch abgeschlossene Arbeit entsteht, detailliert zu verwalten. Daraus ergibt sich einen Shift der Energie im Arbeitssystem. Weil wir uns so stark mit der Arbeit auseinandersetzen, setzen wir uns logischerweise weniger mit den Mitarbeitenden auseinander. Wir gehen davon aus, dass die sich zu einem sehr grossen Teil selber managen können. Wir führen sie – aber wir verwalten sie nicht. Und ja, sich selber zu managen, das können ganz viele Menschen sehr gut.

Bei Arbeitssystemen, die diesen Mindset-Shift dank Kanban bewerkstelligen, generiert dies Freiräume bei den Menschen auf der persönlichen und der Teamebene. Man stelle sich nur vor, wenn dieser ganze Verwaltungsapparat, den ich oben beschrieben habe, wegfällt!

Und genau dort müssen wir meines Erachtens hinkommen. Wir brauchen diese Freiräume, damit jede/r sich optimal einbringen kann und wir unsere Arbeit, Arbeitssysteme und Organisationen kreativ und innovativ weiter entwickeln können.

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