• Thema

  • Technologie

Probleme und ihre strategischen Lösungen

agile project management

Probleme sind deine Freunde! Es sind deine Arbeitgeber, die Legitimation für den Job, den du tust. Beispiel: Mein Problem ist, dass ich hungrig bin. Ich bin bereit, Geld auszugeben, um dieses Problem zu lösen (Einkauf, Restaurant …). Mein Problem ist, gewisse Information zu verbreiten. Ich bin bereit, eine Kampagne auf Social Media zu finanzieren oder ein Magazin drucken zu lassen.

Problem ist negativ – das sind Herausforderungen oder Bedürfnisse“, bekomme ich in meinen Coachings immer mal wieder zu hören. Egal, wie wir das Ding nennen. Es geht um gute Lösungen, damit unser Geschäft brummt. Sei es ein Produkt und/oder eine Dienstleistung – gute Unternehmen lösen relevante Probleme, gute Wissensarbeiter:innen sind gute Problemlöser:innen, so meine Erfahrung.

Jedem Problem die passende Lösung

Es gibt unterschiedliche Probleme: einfache Probleme, komplizierte Probleme, komplexe Probleme und chaotische Probleme. Für jede dieser Problem-Kategorie gibt die passende Strategie, an eine gute Lösung zu kommen.

Problem-Kategorien

In der folgenden Grafik habe ich die unterschiedlichen Problem-Kategorien gezeichnet. In eine der vier Kategorien passt jedes Problem. A ist der Ist-Zustand und B der Soll-Zustand, der erreicht werden soll, wenn das Problem gelöst ist.

Unterschiedliche Problem-Kategorien.

Einfaches Problem

Einfach ist nicht zu verwechseln mit banal. Einfach meint, Ist-Zustand (siehe A oben in der Grafik) und Soll-Zustand (siehe B oben in der Grafik) sind klar. Und das Vorgehen zum Lösen des Problems ist auch klar. Typisch für repetitive Arbeiten, welche verbindlich durchgeplant werden können. Ich denke da an klassische Drucksachen ohne Personalisierung oder Veredelung. Oder an den Versand des nächsten E-Mail-Newsletters.

Kompliziertes Problem

Beim komplizierten Problem sind A und B klar. Es ist somit bekannt, was erreicht werden soll. Doch der Weg zu B kann nicht exakt vorausgesagt werden. Typisch für Web-Projekte. Das Ziel, was die Website machen soll, ist (bei guter Vorarbeit) klar. Doch gibt es in jedem Web-Projekt mehr oder weniger Unbekannte, welche für Überraschungen sorgen. Technologien oder Schnittstellen, welche fürs Team neu sind oder auch nur ein Hoster mit nicht alltäglicher Infrastruktur. Und schon ist der Weg von A zu B nicht mehr genau zu vorauszusagen.

Komplexes Problem

Beim komplexen Problem ist nur noch A bekannt: Ich weiss also, wo ich bin (Ist-Zustand A), weiss jedoch nicht, wohin die Reise geht. Typisch für Software-Entwicklungen. Ich kenne den Markt und die heute zu lösenden Probleme. Ich weiss jedoch nicht, wie der Markt in fünf Jahren aussieht, weil ich die technologische und kulturelle Entwicklung nur erahnen jedoch nicht verbindlich voraussagen kann.

Chaotisches Problem

Bei chaotischen Problemen ist nicht mal mehr A bekannt. Es geht um komplett neue Ideen, um Innovation. Zum Beispiel die Etablierung neuer Angebote oder wie bei uns vor einem Jahr, als wir durch die Lockdown-Krise gezwungen wurden, unsere Firma komplett neu aufzustellen.

Puzzle

Die passende Lösungsstrategie

Für jede der oben beschriebenen Problem-Kategorien gibt es bewährte Ansätze, die Probleme so effektiv und effizient wie möglich zu lösen.

  • Einfaches Problem: Wird gelöst durch das klassische Vorgehen nach “Wasserfall” (lineare, geplante Abarbeitung).
  • Kompliziertes Problem: Wird gelöst durch das Vorgehen nach Kanban.
  • Komplexes Problem: Wird gelöst durch das Vorgehen nach Scrum.
  • Chaotisches Problem: Wir gelöst durch das Vorgehen nach Design Thinking.

Und jetzt?

In unserem Agentur-Alltag sind die meisten Probleme komplizierte Probleme. Daher arbeiten wir konsequent nach Kanban.

Eure Aufgabe als Team ist nun herauszufinden, welche Problem-Kategorien ihr meist antrefft und dann das passende Vorgehen zur Problemlösung zu wählen. Kann durchaus sein, dass in einem Unternehmen/Team sogar mehrere Vorgehen etabliert werden, welche je nach Art der anstehenden Aufträge zum Einsatz kommen.

Ich wünsche euch somit super viele, tolle Probleme 🙂

Noch mehr finden:

  • Thema

  • Technologie

Beitrag teilen
Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on whatsapp
Share on email
Share on xing
Was denkst du dazu?
yeah!
0
wooow
3
what?
1
meh.
0
hahaha
0
Diskussion

2 Antworten

    1. Hi Oli. Stimmt! Ich komme immer wieder mit Problemlöser:innen, weil eine Kollegin bei Google mal gesagt hat: “We don’t need degress, we need problem solver”. Das hat mein Herz damals höher schlagen lassen 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

 

Aktuelle Jobangebote
  • Grafik / Prepress / Druck / Verpackung / Werbetechnik | Medienjobs und Stellen für Profis

  • publishingblog-News
    jeden Dienstag die neusten Blogposts in deiner Inbox
    • Online Print Symposium

    Noch mehr finden:

    • Thema

    • Technologie

    Dein Gerät ist aktuell offline.