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Starker Sound im (Home)Office

Pimp your music streaming: TIDAL liefert Musik in CD- und Studioqualität. Ein grosser, hörbarer Unterschied zu Spotify, Apple Music & Co.

Viele Menschen konsumieren Musik in miserabler Soundqualität und sind sich dessen kaum bewusst. Funk-Kopfhörer, Auto-Lautsprecher, Bluetooth-Speaker neben dem Computer … Der kabellose und mobile Musikgenuss reduziert die Soundqualität drastisch – wenn man nicht aktiv etwas unternimmt.

Die Streaming-Portale liefern mit den Standard-Einstellungen nur minderwertige Datenqualität. Die Audiofiles werden mit MP3 und neueren Algorithmen extrem komprimiert, um die Datenmenge zu verkleinern. Dadurch wird die Filegrösse um den Faktor 10 und mehr reduziert.

Tipp 1: Streamingqualität manuell auf maximal stellen.

Die Streamingqualität kann aber angepasst werden. Die Einstellung ist oft (bewusst) sehr versteckt. Google kann helfen, wenn Du in Deinem Streamingdienst nicht gerade fündig wirst.

Das funktioniert auch auf der Handy-App – eine stabile und schnelle Datenverbindung vorausgesetzt.

Anpassung der Streamingqualität bei Spotify (standardmässig auf «Automatisch»),


Tipp 2: TIDAL Musik-Streaming bringt HiFi- und Masterqualität

Für alle Musikfans und besonders jene mit hohen Audio-Ansprüchen ist Tidal zur Zeit die Nummer eins unter den Streaming-Diensten. Die Musikauswahl mit mittlerweile 70 Millionen Musiktiteln ist riesig. Ein cleverer Algorithmus empfiehlt massgeschneiderte Musik. Das Beste aber ist die Streamingqualität in HiFi (CD-Qualität) und teilweise in Studioqualität. Wie bei Spotify gibts ein Standard-Abo für 10 Franken monatlich. Wer HiFi- und Studioqualität möchte, bezahlt zusätzliche 10 Franken pro Monat.

Ausführlicher Artikel über Tidal: https://hifi.de/test/tidal-hi-res-streamingdienst-test-33745

In den Settings von TIDAL lassen sich HiFi- und sogar Masterqualität auswählen.
Das Premium-Abo dazu kostet CHF 10.-/Monat mehr als bei Spotify.

Tipp 3: Verstärker und Lautsprecher

Heute sind Digitalverstärker (Class D) weit verbreitet, welche einen viel höheren Wirkungsgrad haben als die früheren analogen Class-A-Verstärker. Sie benötigen weniger Kühlfläche und sind entsprechend kleiner. Damit lassen sie sich auch in kleinen Aktiv-Boxen integrieren. Bei beiden Verstärkerklassen gilt: Bei den Billigmodellen ist leider auch der Klang … naja, billig eben.

Wer für 100 Franken einen Topsound aus dem portablen, wasserdichten Bluetooth-Gummispeaker erwartet, hat sich wohl vom bunten Design und vom Marketing blenden lassen. Für die Grillparty am See ist das durchaus OK, aber Zuhause oder im (Home) Office darf’s doch etwas mehr sein, oder?

Bowers & Wilkins Formation Flex, aktive Wifi-Speaker.
Einzeln oder als Stereopaar. Mit HiFi-Streaming bringen die kleinen Dinger einen beeindruckenden Musikgenuss.

Meine Empfehlung: Bowers & Wilkins aktives Wireless System «Formation». Klein aber oho: Das Einsteigermodell «Flex» überzeugt als Stereopaar (Preis aktuell CHF 800 pro Paar bei Digitec). Ausbaubar für HomeCinema, Multiroom etc. Die Musik wirkt glasklar und präsent. Sowohl in Pop als auch Klassik werden Instrumente und Details hervorgeschält, die sonst im Komprimierungsbrei untergehen. Ein besonderes Erlebnis beim Reinhören in alte bekannte Songs.

Fazit:

Auch mit teuren Verstärkern und hochwertigen Speakern kann die Musik nie wirklich gut tönen, wenn das Ausgangsmaterial (z. B. Streaming) stark komprimiert ist.

Umgekehrt kann sogar eine bescheidene Soundanlage deutlich besser tönen, wenn eine hochwertige Audioquelle benutzt wird.

lic. audio. phil. Michael Schmid

PS. Vielleicht bin ich old-fashioned, dass ich so grossen Wert auf Audioqualität lege. Als Teenager schon habe ich mein Erspartes für eine Technics Stereoanlage und MB Quart Lautsprecher made in Germany ausgeben. Die Boxen sind mittlerweile 35-jährig und immer noch eine Referenz.

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