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Unternehmen sind geronnene Entscheidungen

Ui, mein erster Blogbeitrag und gleich so ein leichtgewichtiger…

In jeder Unternehmung ist die Art & Weise, wie Entscheidungen getroffen werden, super spannend. Wie der Titel besagt, sind Entscheidungsprozesse etwas Elementares in Unternehmungen. Ob sie effektiv die Essenz darstellen, dazu gibt es sicher mehr als eine korrekte Antwort.

Diese Fragen kommen mir zu Entscheidungen spontan in den Sinn:

  • Wer trifft die Entscheidung? Die Person mit der grössten Macht? Die Person mit der grössten Fachkompetenz zu dieser Thematik?
  • Lässt sich der/die Entscheider*in beraten? Oder trifft allenfalls (s)ein Team die Entscheidung?
  • Auf welcher Basis werden die Entscheidungen getroffen? Fakten-, Datenbasiert oder aus dem Bauch heraus?
  • Werden wichtige Entscheidungen dokumentiert?
  • Wie lange dauert es, bis eine Entscheidung gefällt wird?
  • Wie lange ist die Halbwertszeit der Entscheidung? Wann darf diese Entscheidung wieder in Frage gestellt werden (ohne die Normen/Regeln zu verletzen)? Von wem darf die Entscheidung in Frage gestellt werden?
  • Gibt es unterschiedliche Entscheidungsfindungsprozesse und Qualitäten von Entscheidungen? Muss zum Beispiel jeder Entscheid von der Geschäftsleitung getroffen werden oder können Entscheide auch von einem operativen Team getroffen werden und werden in der Organisation akzeptiert?

In meiner Welt, in der ich probiere, mich nach den agilen Werten und Prinzipen auszurichten, möchten wir:

  • Entscheide dort treffen, wo die Fachkompetenz dazu vorhanden ist. So wird die Qualität des Entscheides sichergestellt.
  • Das die Fachlichkeit Macht und Politik in den Hintergrund drängt.
  • Bei wichtigen Entscheidungen von der Kollektiven Intelligenz einer Organisation / eines Teams profitieren. Sprich, wir wollen die Organisation / das Team befähigen, Entscheide gemeinsam zu treffen. Dies zahlt sich bei der Qualität und bei der Geschwindigkeit aus.
  • Wir wollen differenzieren, um welche Art von Entscheid es sich handelt und diesen an den richtigen Ort in der Organisation delegieren. Gebündelt mit der Verantwortung, die Wirkung der Entscheidung mitzutragen.
  • Wir wollen Entscheide zeitnah treffen. Dies generiert Geschwindigkeit.
  • Wir wollen nicht immer alle Entscheidungen in Beton giessen. Lieber für einen kurzen Zeitraum ein Experiment dazu lancieren. Nach Ablauf des Experimentes deren Wirkung reflektieren. Jetzt steht es uns frei, das Experiment für gescheitert zur Erklären.
  • Nebst den Fakten und Daten soll auch das Unterbewusstsein (das Bauchgefühl) in die Entscheidungsfindung integriert werden.

Durch all diese Massnahmen wollen wir rascher bessere Entscheide fällen, die kontinuierlich hinterfragt werden dürfen. Dies ist die Essenz einer adaptiven, erfolgreichen Organisation – da bin ich mir ganz sicher.

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Diskussion

3 Antworten

  1. Spannend, danke für den Beitrag! Mich spricht besonders das Thema mit der Halbwertszeit an. Wann darf ich wieder etwas in Frage stellen? Vielleicht zum gefühlt 100sten mal? Zum Beispiel die Wahl des richtigen Chat-Tools ist bei uns ein solcher Dauerbrenner. Auch wenn es manchmal anstrengend ist, schon wieder zu wechseln, immer noch auf der Suche nach der besten Lösung, wir kommen dem Ziel näher!

    1. Die Frage ist auch, welche Entscheidungen sind es überhaupt wert, sich damit lange zu befassen? Wie lange kann ich mich mit einem Thema befassen, bevor ich mehr Zeit damit zugebracht habe, etwas zu verbessern, als ich überhaupt mit der zu verbessernden Sache verbringe? (Das Chart aus https://xkcd.com/1205/ benutze ich gerne in Kundenterminen, das ist immer sehr erhellend.)

      Die Frage nach einem Chat-Tool z.B. ist aus meiner Sicht in dem Bereich, in dem die Diskussion nach Sekunden bis Minuten teurer ist als jeglicher überhaupt vorstellbarer Nutzen eines Wechsels – Implementierungs- und Wissenstransfer-Kosten noch gar nicht berücksichtigt. Das Problem ist seit Jahrzehnten gelöst, Innovation in dem Bereich habe ich lange keine mehr gesehen, immer nur neue, in sich stärker integrierte Inselsysteme. Ist dasselbe mit Todo-Listen, Kanban-Boards und Messengern. (Und ich bin echt nicht verdächtig, gegenüber neuen Technologien nicht offen zu sein. 😂)

      Andererseits, wenn jemand eine Innovation in diesen Bereichen entdeckt, sollte man unbedingt drüber sprechen und im Zweifel auch mal ausprobieren (Probieren geht über Studieren), da bin ich bei Dir!

    2. Hi Thorsten

      Das stimmt. Für uns ist der Chat, als verteiltes Team, wirklich so DAS Ding, das funktionieren muss für alle 😊

      Probieren ist aber wirklich super, da bin ich total bei dir! Mittlerweile sind wir auch so weit, dass wir die langen “Wenn und Aber”-Diskussionen überspringen und einfach mal testen. Der letzte Test hat einen halben Tag gedauert, dann wussten wir alle; das wird nichts 😂

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