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Warum eigentlich EasyCatalog?

Im heutigen Webinar zur Vorstellung der Master Class InDesign Automation stellte ein Teilnehmer die konkrete Frage, was denn der Unterschied zwischen EasyCatalog und zwei bestimmten Wettbewerbern sei. Ganz ehrlich gesagt wurde ich damit ein bisschen “kalt erwischt” – für einen seriösen Software-Vergleich bedarf es meiner Meinung eingehender Kenntnisse und Erfahrungen mit allen betreffenden Produkten. Von den (mindestens) vier am Markt befindlichen Produkten zum Verbinden von Datenquelle(n) und InDesign habe ich zwar schon Kenntnis und gewisse Erfahrungswerte, aber nur EasyCatalog kenne ich durch die mittlerweile 15-jährige Praxis wirklich gut.

In meiner “aktiven Mittagspause” habe ich mir beim Laufen überlegt, warum ich eigentlich gerade von EasyCatalog über die ganzen Jahre so begeistert bin. Die Erkenntnisse möchte ich euch hier bekanntgeben, rein subjektiv natürlich, aber gut unterfüttert durch zahllose Rückmeldungen von Kunden aus allen Branchen und aller Firmengrössen.

Architektur

EasyCatalog (EC) führt die klassische dreistufige Architektur ein, bei der Stufe 1 von der Existenz einer Stufe 3 nicht einmal etwas ahnt, und andersherum. Das heisst: Datenbank-Administrator und InDesign-User können vollkommen unabhängig voneinander agieren und können sich schon rein technisch überhaupt nicht ins Gehege kommen. In anderen Worten: Die Datenquelle und das InDesign-Dokument sind zu keinem Zeitpunkt direkt miteinander verbunden – was für mich persönlich die gute Nachricht des Tages ist.

Die Folie aus der Präsentation für die InDesign Master Class Automation.

Darüber hinaus ist der InDesign-User nach dem erstmaligen Abruf der Daten von Datenquelle in die EC-Palette vollkommen autark, das heisst, die Datenquelle muss dann ausser zum erneuten Abrufen der Daten überhaupt nicht erreichbar sein.

EC basiert ausnahmslos auf W3C-Standards und nutzt keine proprietären Formate. Dadurch ist jederzeit ein reibungsloser Import oder Export aller Einstellungen und Daten möglich – auch und gerade in andere Systeme oder Produkte. EC “versteht” und “spricht” ASCII, UTF-8 und UTF-16 und ist damit weltweit in allen Sprachen und Schriftsystemen einsetzbar.

EC besitzt eine offene Architektur mit universellen Schnittstellen. So wurden über die Jahre unter Anderem HTML-Parser, eine vollständige Kalenderfunktion, ein JSON-Konverter sowie die Programmiersprache LUA angeflanscht, um nur die spektakulärsten zu nennen.

Preis-Leistungs-Verhältnis / Preistransparenz

EC besitzt nicht nur nach meiner persönlichen Wahrnehmung, sondern nach einhelliger Kundenmeinung am Markt ein unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis. Und es ist das einzige Tool, bei dem die Lizenzpreise wirklich transparent kommuniziert sind.

Support / Kontinuität

Die beiden “Master-Minds” hinter EasyCatalog sind um die 50 und machen auf mich nicht den Eindruck, als wollten sie in Kürze nur noch auf Kreuzfahrt sein wollen. Ganz im Gegenteil: Die beiden sind mit Feuereifer dabei, nehmen gerne jede Anregung zur Verbesserung und Erweiterung auf und leisten einen Support, dessen Qualität man auf der Welt ganz lange suchen muss; ich persönlich habe ich den vielen Jahren nicht einmal annähernd solch gute und unmittelbare Unterstützung eines Software-Herstellers erlebt.

Bedienung / Benutzerfreundlichkeit

EC ist tief in InDesign integriert und nutzt dessen vertrauten Look-and-Feel. Wer sich einigermassen in InDesign auskennt und bewegen kann, wird auf Anhieb mit den EasyCatalog-Paletten und dem Bedienkonzept zurecht kommen.

Standard-InDesign-Elemente werden durch Platzhalter ergänzt, die bei der Paginierung mit den entsprechenden Feldinhalten befüllt werden – das ist unmittelbar verständlich. Wer also InDesign-Elemente bauen kann, der kann diese auch innerhalb kurzer Zeit mit Platzhaltern versehen, ggf. ein paar Paginierungsregeln zuweisen und schon in der ersten Hälfte des ersten Schulungstages seine ersten eigenen Tabellen erstellen und herauslassen.

Als Dienstleister kann ich für meinen Kunden EC-Workflows entwickeln, und dieser kann auf Wunsch mit diesen selbstständig produzieren. Bei neuen Anforderungen komme ich wieder dazu, danach arbeitet der Kunde wieder für sich. Dieses Setup wird kundenseits heute immer mehr nachgefragt.

Man muss überhaupt kein Datenbank-Crack oder Programmierer sein oder werden, um innerhalb einer vernünftigen Zeit gute Ergebnisse mit EC zu erzielen. Wenn man das aber ist, kann man innerhalb kurzer Zeit maximal komplexe Tabellen bauen lassen – heutzutage typischerweise elegant per LUA und nicht mehr mit mörder-komplizierten XSL-Transformationen.

Aufbau

EC ist ein modular aufgebautes Plug-in. Man muss keinen grossen Monolith kaufen, bei dem man anschliessend nur 5 Prozent der Funktionen nutzt, sondern man lizenziert nur genau diejenigen Module, die man für den konkreten Anwendungsfall benötigt. Neben dem obligatorischen Grundmodul, das die Standardfunktionen bereit stellt und mithilfe dessen bereits CSV-Dateien, Excel-Dateien und Google-Sheets eingelesen und verarbeitet werden können, sind die Zusatzmodule zusammen mit den Mehrfunktionen:

Paginierungsmodul

Mehr als eine Befüllung auf einmal; Paginierungsregeln und -logiken; Regel-Sets; Seitenbeschriftungsdaten (= lebende Kolumnentitel) u.a.m.

Scriptingmodul

Sämtliche EasyCatalog-Funktionen können in Standard-InDesign-Skripte eingebettet werden, dadurch teil- und vollautomatische Dokumenterstellung möglich.

XML-Modul

Ermöglicht das Einlesen und Verarbeiten von XML- und JSON-Dateien. Vollwertiger XPath- und XSL-Prozessor. Typische Anwendungsfälle: Austauschdateien aus PIMs oder aus WordPress-Systemen.

ODBC-Modul

Ermöglicht das Einlesen von Daten über eine bestehende ODBC-Verbindung – diese muss vom Betriebssystem bereitgestellt werden [auf dem MAC leider nur noch mit kostenpflichtiger Zusatzsoftware]. Umfassender SQL-Abfrageprozessor. Paradebeispiel zurzeit: Direktanbindung an eine WordPress-Datenbank zum mikrochirurgischen Entnehmen genau aller benötigten Informationen.

Enterprise-Modul

Direkter Konnektor zu Systemen wie z.B. ELVIS, BYNDER oder zu PIMs wie z.B. PERFION. Mithilfe von LUA können individuelle Konnektoren zu speziellen Datenbanksystemen entwickelt werden. Typischer Einsatz zurzeit: Verbindung zu Bilddatenbanken und immer mehr zu PIMs. Durch diese Direktverbindung entfällt die ganze Erzeugung und Organisation von Austauschdateien (XML, JSON …).

Relational-Modul

Ermöglicht die Verknüpfung von Tabellen in relationalen Datenquellen. Wird heute meiner Wahrnehmung nach nur noch in Ausnahmefällen benötigt. Ich persönlich hatte in meinen ganzen EC-Jahren kein einziges Projekt, bei dem dieses Modul zwingend benötigt worden wäre. Vielleicht hatte ich da aber auch nur “Glück”?

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