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WordPress-Installation in eine Multisite umwandeln

Neulich wurde ich mit einem klassischen Multisite-Fall konfrontiert. Ein schweizerischer Verband hat eine WordPress Website. Nun gibt es kantonale Verbände, welche eine sehr ähnliche Website brauchen wie der Hauptverband. Lösen kann man dieses Problem mit einer Multisite.

Blogger können Blog-Beiträge auf ihren eigenen Websites veröffentlichen, aber nur der Eigentümer der Multisite, der “Super-Admin”, kann Plugins installieren oder andere Netzwerkweite Änderungen vornehmen.

Nun gibt es natürlich die Möglichkeit, beim Hoster eine neue WordPress Multisite zu installieren. Aber wenn man bereits eine klassische WordPress-Installation hat, kann man diese auch umwandeln. Und hier zeige ich, wie das geht.

1 BACKUP!!!

Man kann es nicht genug sagen. IMMER zuerst ein Backup machen, bevor man irgendwie in die Seite eingreift.

2 Alle Plugins deaktivieren

Wir sprechen ja von einer bereits aktiven WordPress-Seite. In den allermeisten Fällen gibt es da aktive Plugins. Am besten deaktivierst du diese gleich für die Umwandlung.

3 Redefine as Multisite

Nun gehen wir in den Code. Als Erstes bauen wir die Funktion “WP_ALLOW_MULTISITE” in die wp-config-Datei ein.

Gehe in dein Hosting, in den File Manager und dann öffne die Datei wp-config.php.

Dann kopiere oberhalb von “/* That’s all, stop editing! Happy publishing. */” den folgenden Snippet ein:

/* Multisite */

define( 'WP_ALLOW_MULTISITE', true );

Dann speichere deine Änderungen.

4 Network Setup

Wenn du deine WordPress-Website nun öffnest und dich einloggst, kannst du dein Network einrichten. Gehe unter “Werkzeuge” zu “Network Setup”.

Hier hast du die Möglichkeit, zu entscheiden, ob Unterseiten auf Subdomains kommen oder auf Unterverzeichnisse. Wenn du dir nicht sicher bist, empfehle ich dir die Variante “Subdomains”, das ist viel verbreiteter und ich finde sie auch logischer.

Wichtig: Wenn du dich für die Subdomains entscheidest, brauchst du in deinem Hosting einen Wildcard DNS Eintrag.

Wenn du diese Auswahl getroffen hast, erhältst du zwei Codes.

5 Nochmals etwas Code

Der erste Codeschnipsel kommt in die wp-config.php-Datei, wieder über diese Zeile: “/* That’s all, stop editing! Happy publishing. */

Der zweite Codeschnipsel muss in die .htaccess-Datei. Dort ersetzt du die bestehenden Regeln. Das sieht dann in etwa so aus:

RewriteEngine On
RewriteBase /
RewriteRule ^index\.php$ - [L]

# add a trailing slash to /wp-admin
RewriteRule ^([_0-9a-zA-Z-]+/)?wp-admin$ $1wp-admin/ [R=301,L]

RewriteCond %{REQUEST_FILENAME} -f [OR]
RewriteCond %{REQUEST_FILENAME} -d
RewriteRule ^ - [L]
RewriteRule ^([_0-9a-zA-Z-]+/)?(wp-(content|admin|includes).*) $2 [L]
RewriteRule ^([_0-9a-zA-Z-]+/)?(.*\.php)$ $2 [L]
RewriteRule . index.php [L]

6 Los geht’s mit der Multisite

So, und schon bist du fertig. In deinem WordPress Admin solltest du jetzt oben links “Meine Seiten” sehen. Nun kannst du dort eine neue Subdomain erstellen.

Auch noch wichtig: Es gibt noch eine wichtige Ansicht, diese heisst “Netzwerk Admin”. Dort kannst du jetzt auf “Plugins” und die benötigten Plugins Netzwerk-weit aktivieren. Dasselbe geht auch für Themes.

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Diskussion

2 Antworten

  1. Das Subdomain-Vorgehen ist sicher für den meisten Fälle viel einfacher. Zu verwalten und zu verstehen! Sonst kommst du eventuell in Quere, wenn du eine Website unter /firmax/ hast und dann auf der Root-Website eine Seite mit dem Pfad /firmax/ anlegst.

    Suchmaschinen-technisch ist es je nach dem aber besser, alles unter eine Domain zu haben. (Also mit Unterverzeichnisse.) Dann sieht Google & Co. alles als eine Website, die «vertrauenswürdiger» und «umfangreicher» ist. Wenn dies das Ziel ist, braucht es dann etwas mehr Koordination bei der Erfassung von neuen Inhaltsseiten oder Beitragsarchiven.

    1. Spannend, danke Mark! Wir arbeiten dann noch mit eigenständigen Domains, die ein Alias sind von der Subdomain. Ich hoffe, dass wir das so SEO-technisch wieder etwas verbessern.

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