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Ziel vereinbaren, nicht Zeit vorgeben

Je selbständiger Menschen arbeiten, umso weniger brauchen sie Zeitvorgaben zum Erledigen ihrer Arbeit. Ich spreche hier von Leuten in Agenturen oder in der Medien-Vorstufe. Nicht vom Drucksaal, wo die Produktion zeitlich abgestimmt läuft, wo mehrere Personen gemeinsam eine Maschine bedienen.

Befreiung für alle Seiten

Wo Menschen sowieso mehrheitlich alleine arbeiten – nachdem das Projekt besprochen wurde – geht es ausschliesslich darum, das gemeinsam gesetzte Ziel zu erreichen. Dabei ist die aufgewendete Zeit egal. Und es ist sowieso egal, um welche Tageszeit gearbeitet wird. Gerade in der Krise, wo viel weniger planbar ist, ist es eine grosse Befreiung, über Ziele statt Zeiten zu sprechen.

Das führt automatisch zur Diskussion der Arbeitszeitkontrolle. In den meisten westlichen Ländern ist sie gesetzlich vorgeschrieben. Und damit Beweis, dass Politik, Manager und auch Gewerkschaften nicht in “New Work” und der damit verbundenen neuen Arbeitskultur angekommen sind. Die freie Arbeitszeit ist da, wo sie sinnvoll ist, eine Entlastung für Arbeitgeber wie für Arbeitnehmer.

Wert oder Stunde verkaufen?

Dann ist da noch das Berechnen des Preises, die Nachkalkulation und das Erstellen der Angebote. Wie anders als basierend auf ausgewiesener Zeit? Es ginge anders. Nämlich dann, wenn wir den Wert einer Dienstleistung oder eines Produktes verkaufen würden und nicht die Stunde. Die Stunde ist eine denkbar ungeeignete Einheit. Je besser man ist, umso schneller ist was erledigt, umso weniger verdient man als Unternehmen daran. Wie doof ist das denn?! Der Wert für den Kunden ist doch immer gleich, egal wie lange ich daran gearbeitet habe.

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Diskussion

6 Antworten

  1. Wir können uns aber darauf einigen, dass Zeit nichts mit den Termin zu tun hat? Termin ist Bestandteil des Ziels.
    Denn, ohne klaren Termin kein Ergebnis …
    … und ja, hier sind Arbeitszeitgesetze echte Killer, wenn es darum geht Menschen eine flexiblere Zeiteinteilung und somit mehr Lebensqualität zu gewährleisten.

    1. Karsten, da bin ich zu 100 Prozent bei dir! Termin gehört zu den Basis-Voraussetzungen für erfolgreiche Projekte.

  2. Um bei deinen Worten zu bleiben Häme: Du bezahlst nicht für die 10 Minuten, die ich dazu benötigt habe, sondern für die 10 Jahre, die ich benötigt habe, um dies in 10 Minuten meistern zu können.

  3. Die ständige Frage nach dem Stundensatz ist so dumm wie nur möglich. Um danach den Preis einer Aufgabe zu bemessen, fehlt immer wieder der Faktor Zeit. Komisch, aber es gibt etliche Auftraggeber, die sich wirklich nur an EINER Zahl ohne Hintergrund orientieren. Wie blöd ist das denn?

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